In Kanadas Bierlastern fahren Teile aus Elzach mit

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In Kanadas Bierlastern fahren in der „Fuel Cell“ Teile aus Elzach mit

Die Elzacher Firma Werner Gießler liefert Bestandteile für Brennstoffzellen in Lkw und Pkw und für stationäre Anwendungen. Damit fahren zum Beispiel Bierlaster in Kanada und Speditionen in China.

Wenn Verkehr weniger Kohlendioxid in die Atmosphäre ausstoßen und in den nächsten zwei Jahrzehnten sogar klimaneutral werden soll, sind nicht nur im Bereich der Pkw, sondern auch bei Bussen, Schwerlastern und Schiffen erhebliche technologische Neuerungen nötig. Der Mittelstand im Elztal macht sich dafür längst fit. Wie Thomas Gießler, Geschäftsführer der Werner Gießler GmbH in Elzach, diese Woche mitteilte, ist in der auf Präzisionsdrehteile spezialisierten Firma das Segment Wasserstofftechnik sehr stark am Expandieren. Dieser Bereich umfasse die E-Mobilität für Pkw und Lkw sowie stationäre Anwendungen.

Im Praxiseinsatz und in der Forschungsabteilung

Aktuell fahren mit unseren Teilen für die Brennstoffzelle Biertransporter in Kalifornien und Speditionen in China. Also schon im praktischen Feldeinsatz“, sagt Thomas Gießler. „Unsere Teile für Brennstoffzellen werden an der Stromübertragung, im Turbolader und im Kühlleitungssystem eingesetzt.“ Sehr spannend sei auch die Fertigung für stationäre Brennstoffzellen, Systeme zur Strom- und Wärmeerzeugung für Fabriken und zukünftig auch für Privathaushalte. Hierfür könne Wasserstoff, Biogas oder Erdgas genutzt werden. „So könnten sich die zukünftigen Heizanlagen revolutionieren. Denn mit der Wärmeerzeugung wird gleichzeitig Strom erzeugt.

Mit Photovoltaikstrom Wasserstoff erzeugen und speichern

Auch funktioniert bei diesen Systemen der Prozess in der anderen Richtung. Aus Strom, zum Beispiel Photovoltaikstrom, kann Wasserstoff erzeugt und dieser gespeichert werden“, erläutert der Geschäftsführer. Einer der Kunden investiere „riesige Summen in die Forschung und Entwicklung dieser Systeme“. Die ersten Prototypen seien schon im Einsatz. „Und wir sind als wichtiger strategischer Partner in vorderster Reihe dabei“, freut sich Gießler.

Eine wesentliche Voraussetzung für diese Zusammenarbeit war zuletzt auch das Bestehen der Vorgaben eines wichtigen Überwachungsaudits für die Automobilindustrie, betont Gießler – ein Beleg dafür, dass das Personal geschult und kompetent ist und sein Handwerk versteht. Der Dank dafür galt Qualitätsleiter Arnold Ilin und allen beteiligten, einzeln auditierten Mitarbeitern. Trotz Ressourcen- und Fachkräftemangel, Coronawellen und Preissteigerungen blicke die Firma Gießler daher positiv in die Zukunft. Eine weitere Urkunde belegte dieser Tage das energiebewusste Verhalten im Unternehmen – unter anderem dank Wärmepumpe und PV-Anlage.

 

Quelle: Badische Zeitung, von Sylvia Sredniawa, 13.08.2022, https://www.badische-zeitung.de/in-kanadas-bierlastern-fahren-teile-aus-elzach-mit

Foto: Uwe Anspach/picture alliance/dpa