Allgemein
23.10.2017

Zweiter Elzach Industrietreff – Zukunft als Zulieferer im Automobilbereich

Zweiter Elzach Industrietreff – Zukunft als Zulieferer im Automobilbereich

Elzach. Im Elzacher Bürgersaal fand dieser Tage der zweite Industrietreff statt. Eingeladen hatte Bürgermeister Roland Tibi dazu die Industriebetriebe des Oberen Elztals. Der Treff, der letztes Jahr seine Premiere hatte, dient dazu, den Chefs der Industriebetriebe die Möglichkeit zu geben, sich gegenseitig auszutauschen und mit Stadtverwaltung und Kommunalpolitik die Entwicklungen aus verschiedenen Bereichen des Oberen Elztals zu diskutieren.

Einer der Referenten war an diesem Tag Thomas Gießler, Geschäftsführer der Werner Gießler GmbH aus Elzach. Sein Thema war die Zukunft eines Zulieferers im Automobilbereich. Die Firma Gießler wurde 1969 in Elzach gegründet und beschäftigt mittlerweile rund 117 Beschäftige. Unter anderem beliefert das Unternehmen die Firma Bosch weltweit mit monatlich rund drei Millionen Teilen als weltweiter Alleinlieferant für bestimmte Teile der Diesel Einspritz- Technologie für das Bosch Common Rail Einspritz System. Anhand von Beispielen zeigte er auf, welche Bedingungen für eine Elektromobilität gegeben sind: so braucht ein PKW zum Ersatz eines dreißig Liter Tanks eine Batterieladung von 900 Kilogramm. Thomas Gießler bezweifelte in seinen Ausführungen die tatsächliche Einsparung von Kohlendioxid durch die Elektromobilität, wenn der Strom dafür aus Braunkohle und anderen fossilen Brennstoffen gewonnen werden wird. Dennoch ist mit entsprechenden Vorgaben aus der Politik zu rechnen. Er zeigte in seinen Ausführungen auch Alternativen wie Hybrid Autos, E-Autos mit Wasserstoff Brennstoffzellentechnik, Erdgasautos oder Herkömmlichen Verbrenner, die mit CO2 neutralem eFuel fahren, auf. Er zeigte eine Prognose des Wirtschaftsverbandes Industrie auf, der bei den PKW einen großen Rückgang bei den Verbrennungsmotoren, bei den LKW einen geringen Rückgang vorsieht. Dennoch ist er daran, sein Unternehmen entsprechend der Prognose so umzubauen, dass der Bereich Automobilzulieferer im PKW-Segment durch andere Standbeine aufgefangen wird. Dazu gehören beispielsweise der Ausbau der Feinwerktechnik, der chemischen Entgrattechnik und der Automatisierungstechnik, dort besonders der Bereich Kontrollautomaten aber auch das Energiemanagement. Ziel seiner Firmenpolitik ist ein nachhaltig wachsendes Familienunternehmen am Standort Deutschland, eine erfolgreiche Gestaltung der Zukunft mit motivierten Mitarbeitern, eine Weiterentwicklung mit den neuesten technologischen Innovationen, um dem Markt immer einen Schritt voraus sein, die weitere Erschließung neuer Geschäftsfelder wie auch die effiziente Fertigung durch weitere
umwelt- und ressourcenschonende Verfahren. Dies soll die Arbeitsplätze des Unternehmens auf Dauer sichern.